Der Friede Gottes - Philipper 4, 7

Kerzenziehen

Erntedank in Holtgaste

Die Ems am Morgen

Morgenkreis bei einer gemeinsamen Konfirmandenfreizeit

Mitarbeitertreffen Bingum

Nachricht Leer-Bingum, 10. Januar 2013
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Mitarbeitertreffen in Bingum am 11. Januar 2013

Mitarbeitertreffen in unseren Gemeinden sind ein Dank an alle Ehrenamtlichen. Sie stärken das Miteinander und ermöglichen die Begegnung untereinander. In diesem Jahr trafen sich 70 Ehrenamtliche der Kirchengemeinde am zweiten Freitag im Januar.

Als Referent des Abends berichtete Pastor Michael Groothues aus Emden als Militärseelsorger über seine Erfahrungen und Eindrücke aus mehreren Einsätzen in Afghanistan.

Hier sein Bericht vom Mitarbeitertreffen in Bingum:

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Michael Groothues berichtete über seine Erfahrungen als Militärseelsorger in Afghanistan

Bingum startet mit Afghanistan-Thematik ins neue Jahr


Ev.-luth. Matthäigemeinde lädt Militärseelsorge zum Jahresempfang ein

Mit dem Thema Afghanistan startete die ev.-lutherische 
Matthäigemeinde Bingum bei Leer/Ostfriesland in das neue Jahr 2013. Als Gast zu ihrem alljährlichen Empfang für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte sie sich die ev. Militärseelsorge gewünscht, um die seelsorgerliche Arbeit im Auslandseinsatz der Bundeswehr in Wort und Bild kennenzulernen.

„Afghanistan ist ein sehr armes Land,“ berichtete Michael Groothues vom Militärpfarramt Aurich. Der jahrzehntelanger Bürgerkrieg habe vieles zerstört. Wirtschaftlich komme es nur langsam wieder auf die Beine. In den vergangenen Jahren seien vor allem die Fortschritte in der Versorgung mit Schulen und Krankenstationen spürbar. Dennoch sei das Land noch lange auf Hilfe von außen angewiesen. Dazu werde wohl auch die militärische Unterstützung gehören.

Die Militärseelsorge im Auslandseinsatz kümmere sich um die Soldatinnen und Soldaten in den Feldlagern. Sie stehe für Gottesdienste und Gespräche zur Verfügung. Mancher käme dort mit persönlichen Problemen zum Pfarrer, selbst wenn er zuhause kein Kirchgänger sei. Würden die Belastungen eines Soldaten im Einsatz zu groß, könne der Seelsorger im Einzelfall zusammen mit dem Arzt oder dem Psychologen auch bei einer vorzeitigen Beendigung seines Einsatzes behilflich sein.

Gemeindepastor Armin Siegmund nahm das Thema auf und sagte, dass es in der Kirchengemeinde immer wieder Soldaten gäbe, die über die großen Belastungen der Auslandseinsätze berichten könnten. Das Thema der Bundeswehr sei ihm von daher in der Gemeindearbeit vertraut. Nicht selten seien es die Ehefrauen, die eine Veränderung ihres Mannes nach dem Einsatz beobachten und bedauerten. „Nach dem Einsatz ist mein Mann nicht mehr derselbe. Ich kann ihn zum Teil nicht mehr erreichen,“ sagten sie. Am Ende stünde manchmal auch eine Trennung des Paares an.

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Zu Beginn des Abends hatte Pastor Armin Siegmund die zahlreiche Ehrenamtlichen aus der Gemeinde begrüßt und ihnen für ihr Engagement im zurückliegenden Jahr gedankt. „Es war ein buntes und gelungenes Jahr für die Kirchengemeinde,“ sagte Pastor Siegmund. Als Beispiel nannte er die festliche Übernahme der drei neuen Kirchenglocken im Sommer des Jahres. Aber auch viele Aktivitäten von Gruppen und Kreisen stellte er heraus. So hätten die Mitglieder des „Draußenteams“ - eine Rentnergruppe, die sich um die Wege, Grünanlagen und Handwerksarbeiten der Kirchengemeinde kümmert, sich wieder vorbildlich engagiert. Die Konfirmandenfreizeit und Kindergruppen liefen gut. Ebenfalls der Frauenkreis und die Chorarbeit. Die neue Jugendband hätte einen ersten Auftritt hingelegt. Die Kontakte zu den benachbarten Schulen würden intensiviert. Die Standflächen bei mehreren Basaren im Gemeindehaus seien ausgebucht gewesen. Die Stiftungsgründung habe eine gute Finanzlage vorzuweisen und der neue Internet-Auftritt der Kirchengemeinde käme voran.

Die gut 60 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Gemeindevorsteher zeigten sich erfreut und höchst zufrieden mit der beeindruckenden Jahresbilanz ihres Pastors und widmeten sich dem reichhaltigen Buffet, das das Küchenteam präsentierte.

Die Verbindung zur Miltärseelsorge hatte Johann-Henning Keitel vom Bingumer Kirchenvorstand vor Monaten geknüpft. Er war viele Jahre Offizier und Berufssoldat, zuletzt in der Sanitätsbrigade 1 in Leer. Während der Zeit des Balkankrieges war er im Hauptquartier der Nato in Sarajevo. Er kennt den Auslandseinsätze aus eigenem Erleben. Fast wäre er noch bei den ISAF-Kräften in Afghanistan gelandet. Doch dann stand 2003 die Pensionierung an. Seitdem engagiert sich Keitel mit ganzer Kraft in der Region. Er ist Mitglied im Vorstand der Kirchengemeinde, außerdem im Stadtrat der Stadt Leer und somit politisch aktiv. Die Verbindung zur Truppe hat er freilich nie abreißen lassen. Zum neuen Leeraner Verein „Wir Bürger für unsere Soldaten in Leer e.V.“ mit dem Symbol der gelben Schleife gehört er selbstverständlich dazu.

Michael Groothues